Beratung - Seminare - Vorträge

Wofür wir stehen

Die Basis unseres pädagogischen Verständnisses bildet ein kritisch-humanistisch geprägtes Bild vom Menschen. Wir verstehen Pädagogik als kritische soziale Praxis, die dem Einzelnen (wie auch Gruppen) Hilfestellungen zur sozialen Lebensführung (in seinem jeweiligen Kontext) anbietet. Der eigene Lebenslauf, die eigene kulturelle und soziale Lebenswelt mitsamt den persönlichen Bindungen und Beziehungen ist hierbei der Horizont, vor dem wir unser pädagogisches Verstehen und Handeln ansetzen.

Unser konzeptioneller Hintergrund fußt hierbei auf der Idee der Hilfe zur Selbsthilfe der eigenen Lebensführung. Sein Leben zu leben, zu führen und zu gestalten geschieht auf einem Kontinuum des passiv-Erleidens und aktiv-Gestaltens. Sich auf diesem Kontinuum zu orientieren, Grenzen auszuloten, seine Möglichkeiten zu identifizieren und sich hierzu reflexiv ins Verhältnis zu setzen, stellt die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit dar: sich zu ermächtigen, sich kritisch-reflexiv zu positionieren und zu entscheiden, Situationen anzunehmen und Ungewissheiten auszuhalten. Ziel unserer Vorträge, Fortbildungen und Beratungen ist es, Lernprozesse zu initiieren, die kreatives und selbstbestimmtes Handeln auf einem neuen Erfahrungshorizont ermöglichen. Pädagogisches Handeln ist stets situativ, übersummativ und eine theoriegeleitete Praxis. Dies bedeutet für uns, dass jeder Fall einzigartig, komplex und nicht völlig regulierbar ist, dass Begegnung vor Bildung kommt und beide Dimensionen einander brauchen und von Verantwortung geleitet sind.

Haltung hießt, immer auch einen Anspruch zu formulieren. Unser Anspruch heißt: „Menschen stärken, die Sache klären.“ (Hartmut von Hentig). Dieser verortet sich in einem Denkraum der Phänomenologie und Dekonstruktion im Feld der Erziehungswissenschaft und interdisziplinären Beratungswissenschaft.