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Beratung - Seminare - Vorträge

Wofür wir nicht stehen

  1. Wir bieten keine schnellen Lösungen für komplexe Sachverhalte an. Damit entziehen wir uns der Machbarkeitsrhetorik und einem einfachen Kausalitätsdenken.
  2. Wir distanzieren uns mit einer genuin pädagogischen Beratung von einer psychologischen Beratung der „Innerlichkeit“ mit naturwissenschaftlichen Paradigma. Damit geben wir dem „Zwischen“ zweier oder mehrerer Menschen mehr Raum und öffnen uns auch dem Gesellschaftskritischen als Teil des Erlebens und der permanente Reflexion im Dialog.
  3. Wir verstehen Beratung nicht als Anwendung von Diagnose und Umsetzung in Maßnahmen, sondern als prozessorientierte Begleitung der individuellen Entwicklungs“logik“.
  4. Nicht eine Abweichung vom „Standard“, einer Norm ist für uns handlungsleitend, sondern unter Achtung des EigenSinns die Unterstützung und Förderung der Individualität.
  5. Wir distanzieren uns von Ratschlägen und Anweisungen und verstehen uns nicht als „Oberexperten“, die wissenschaftliches Regelwissen auf ratbedürftige und hilfesuchende Menschen anwenden. Uns geht es um den dialogischen Raum, der durch affektive Zustimmung, Ermunterung und Förderung geprägt ist.
  6. Wir stehen nicht dafür, Menschen wieder fit für die Gesellschaft, für Institutionen etc. zu machen, um wieder gut und schnell zu funktionieren. Uns geht es um Aufklärung, Selbstermächtigung und Mut zur Einmischung.
  7. Wir sind keine Verfechter von methodischen "Toolboxen", die womöglich kurzfristig Alternativen aufzeigen, ohne jedoch nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Einem eklektizistischen Pragmatismus, also dem willkürlichen Mix unterschiedlicher Beratungskonzepte stehen wir daher kritisch gegenüber. Denn eine widersprüchliche, theoretisch wenig integrierte Haltung kann Widersprüche und Ambivalenzen in der Praxis erzeugen, zu Verunsicherungen führen sowie Tür und Tor für gesellschaftliche Trends, identitären Vereinnahmungen und Manipulationen öffnen.

Pädagogische Heterotopien