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Spezifika

Unser WeiterBildungskonzept fußt auf der These, dass Integration dann in besonderem Ausmaß unterstützt wird, wenn junge Menschen mit belasteten Lebenserfahrungen in institutionellen wie auch personalen Anerkennungsverhältnisse sichtbar werden dürfen.

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Ins Leben ,hinein finden‘ heißt, pädagogische Alltagspraktiken als Teil eines kulturellen Lebens und kultureller Werte erfahrbar werden zu lassen, „lesbar“, sozial teilbar und gestaltbar zu machen - als selbsttätiges Ringen um Bedeutung, welches stets in körperliche wie emotionale Handlungen eingelassen ist. Dabei geht es darum, sich in eine innere sozialem verkörperte Sinn-ver-handlung einzuüben, die zu Beginn geprägt sein muss von einer festen Angebotsstruktur und einer genuin pädagogisch reflexiven Anerkennungskultur (Vgl. Prengel). Damit kann Schule als sinnkonstituierender Ort junge Menschen als eigene „Sinnbastler“ und Teil einer kulturellen Praxis adressieren und ihnen dadurch eine selbstermächtigende Mitwirkung und Partizipation ermöglichen. Realisiert wird dies durch eine lebendige und lebensnahe Kultur als eine tragende Säule für ein Verständnis von Bildungsräumen und als „Anlässe für Einsicht und Freude“ (von Hentig). Bildungsräume können damit „als Fluchtpunkt, als Nische, Als Insel der Ordnung und der Struktur in einem sonst eher chaotischen Alltag, als Ort der persönlichen Zuwendung, der Einbindung in Freundschaftsbeziehungen und der Bestätigung eigener Werthaftigkeit erlebt werden“ (Göppel).

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Übergänge wie sie derzeit im Feld der Migration stattfinden, erfordern ein pädagogisches Sehen, Denken und Handeln auf der individuelle, der interaktiven und kontextuellen Ebene:

Transitionen …

Transitionen entsprechen nicht einem unproblematischen, gemächlichen Wechsel von einem Zustand/einer Schule/einer Kultur in einen/eine andere/n, sondern stellen kritische Lebensereignisse, gewaltsame biografische wie auch soziokulturelle und sozioökonomische Brüchen und damit eine scharfe Zäsur für die Betroffenen dar (Trennungsphase von Heimat/Angehörigen/Beruf etc.). Für Bildungspolitik, Schulen, Lehrkräfte, Sozialpädagogen etc. stellt dies derzeit eine enorme spannungsreiche Herausforderung dar, in der es jetzt darum geht, die Schwellenphase (das Dazwischen) in eine gute Angliederungsphase (Integration) überzuführen, um Desintegrationsprozesse und Polarisierungstendenzen zu verhindern. Transitionen sind stets in sich offene Situationen und können einen enormen polaren Widerhall erzeugen, der sowohl in die Richtung der Kontinuität wie auch Diskontinuität, der Chance wie auch der Risiken, der Bewältigung wie auch der Nichtbewältigung, des Entwicklungsfortschrittes wie auch des Entwicklungsrückschrittes gehen (vgl. Wiater).

Diese destabilisierenden aber auch herausfordernden Wandlungsprozesse erleben junge Menschen meist als Grenzerfahrung, deren Bewältigung also gelingen oder misslingen kann: Es kommt auf verschiedenen Ebenen zu einer Anhäufung unterschiedlicher Belastungsfaktoren, da die Anpassung und Veränderungen auf der individuellen, der interaktionalen und der kontextuellen Ebene geleistet werden müssen: innerpsychische Prozesse müssen bewältigt werden; Beziehungen zu anderen Personen müssen neu gestaltet werden, in neue systemische Strukturen muss die eigene Person eingepasst werden.

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