Beratung - Seminare - Vorträge

Methodisches Vorgehen

In sowohl instruktiven Lehrgängen als auch konstruktiven Arbeitsphasen wird entlang einer theoriegeleiten Praxis den Inhalten (selbst)reflexiv, problemorientiert  und dialogisch begegnet. Zudem ist die Durchführung der Module prozessorientiert ausgerichtet und öffnet sich damit den spezifischen situativen Anliegen der Teilnehmer_innen. Je nach Modul und Zielsetzung werden im Hinblick auf folgende Gestaltungsdimensionen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt:

  1. theoretisches Durcharbeiten kognitiver Landkarten
  2. bildungstheoretische Praxis der Polyloge: Kommunikatives Aushandeln und dekonstruktives ,In Frage stellen‘ von Differenzerfahrungen
  3. erfahrungsorientiertes Lernen
    a. Integration und Verkörperung von Wissen durch authentische Fälle
    b. reflexives und dialogisches Prozessieren der Selbst- und Fremdverhältnisse in pädagogischen Kontexten 
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Im pädagogischen Alltag zeigt sich eine lineare Übertragung theoretischer Konzepte in die pädagogische Praxis oftmals als störanfällig oder läuft ins Leere. Ein Hauptgrund für diese Störanfälligkeit ist das notwendige aber zunächst schwierige zirkuläre Abwägen der Anwendbarkeit der Inhalte auf die jeweilige Situation unter Berücksichtigung der interagierenden Persönlichkeiten. Theoriegeleitetes und situationsangemessenes Handeln im Sinne des pädagogischen Bezugs sind jedoch unweigerlich verknüpft und erst in ihrer Verbindung erfolgreich. Zur Förderung dieser Fähigkeit wird im Seminar existentiell, experimentell und experientiell gearbeitet.

Experientiell: Über dekonstruktive und projektive Verfahren, Identifikations- und Disidentifikationsübungen sowie Wahrnehmungsübungen wird das Feld “Flüchtlingskinder mit belasteten Lebenserfahrungen“ unter Rückbezug persönlicher wie fachlicher Kompetenzentwicklung erschlossen. Damit wird die ständige Wechselwirkung zwischen Erleben und Reflektieren ermöglicht.

Existentiell: Wie bin ich in meinem schulisch-systemischen Organisationsfeld? Welche existenziellen Ambivalenzen, Dynamiken und Bewegungen liegen meinem pädagogisch-institutionellem Handeln zu Grunde?

Experimentell: Unter dem Motto „make it different“ werden Handlungsmöglichkeiten erprobt „Was geschieht, wenn …“. Kreative Problemlösungen basieren nicht primär auf angeeignetem Wissen, sondern vielmehr auf der Fähigkeit über eine Haltung des experimentellen Erfolges Lösungswege zu konstruieren und dabei gleichsam eine Ungewissheitstoleranz auszubilden.

Über diese phänomenologisch-dekonstruktive Herangehensweise wird die Spannung der Polaritäten von Autonomie und Eingebundensein für eine professionelle Prozessorientierung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus Krisengebieten erschlossen. Prozessorientierung gelingt nicht nur mit Wissen um die Berücksichtigung des „Was ist“, sondern auch um das „wie“.

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