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Allgemein

Bildungseinrichtungen wie die Schule stellen als Lebensorte Schauplätze dar, an dem disparate, ambivalente, belastete und brüchige Lebensbiografien aufeinandertreffen. Situationen meiden, panisch werden, unkonzentriert sein, verstummen, innerlich weggehen, –Kinder und Jugendliche mit kritischen Lebensereignissen fallen auf oder sind für andere unsichtbar. ,Existenzielle‘ Grenzerfahrungen können zu Einschränkungen im Denken und  Lernen führen und können als Krisenerfahrungen nur schwer in eine biografisch sinnhafte Ordnung eingebaut werden: Traumata entziehen Sinn, enteignen Sinne, zerstören Zusammenhänge, erschüttern die eigene Handlungsmächtigkeit und kappen die Verbindung zur Welt.

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Die vergangenen Ereignisse sind bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht vergangen, sondern Teil ihrer Gegenwart, von der Kindergarten, Schule oder Bildungsmaßnahmen als Lebens- und Lernraum fester Bestandteil sind. Traumatische Lebenserfahrungen erfassen die gesamte Persönlichkeit und gehen daher oftmals mit Leistungsbeeinträchtigungen und Lernunfähigkeit einher. Um zentrale Bedingungen des Lernens (einschließlich Lernbereitschaft und Lernfähigkeit) angemessen berücksichtigen zu können, sind Lernprozesse stets in ein Netz pädagogischer, psychosozialer, entwicklungspsychologischer und machtkritischer Kontexte zu stellen. Ebenso bedarf es insbesondere für Kinder und Jugendliche mit vulnerablen biografischen Einschnitten Lernen als relationale, dialogische und somatische Erfahrung zu fassen, was ein kognitivistisch verengtes Lernverständnis weitet.

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